Death Valley – Tag 10-11

Unser Routenplan

Las Vegas – Amargosa Valley – Death Valley

Ins Auto eingestiegen in Las Vegas bei angenehmen 23 Grad, ausgestiegen Nachts im Amargosa Valley bei Minusgraden! Hier ist die Wüste der Extreme! Noch nie in unsrem Leben haben wir soetwas gesehen. Raus aus der schimmernden Stadt, rein in die pure trockenste Landschaft. Diese ist wunderschön, einzigartig und gleichzeitig furchterregend verlassen. Sobald die Sonne untergeht, ist hier weit und breit nichts mehr zu sehen, außer dem Licht des Gegenverkehrs, das einem nur selten begegnet. Die Straßen sind nicht beleuchtet, in weiter Ferne kein einziges Haus oder eine Menschenseele zu sehen.

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Wir fuhren zum Motel „Longstreet In“, mitten in Amargosa Valley. Ein Motel, das optisch einer Range glich mit parkenden LKWs davor. Eine reine Absteige für alle, die auf der Durchreise waren, oder das „Tal des Todes“ besuchen wollten. Ich fühlte mich beim Anblick dieses Hauses inmitten der pechschwarzen Gegend nicht sonderlich wohl. Gleich kamen mir Szenen von einem Horrorfilm aus einer Wüsten-Szenerie in den Kopf. Schrecklich. Dann doch lieber schnell das Zimmer beziehen, dachte ich. Und für eine Nacht hat diese Absteige dann auch gereicht. Ein kleiner Kulturschock nach dem prachtvollen Caesars Palace, wie wir feststellten.

Bereits um 5 Uhr früh machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zum Death Valley Nationalpark. Unser erster Halt: Zabriskie Point. Der spektakulärste und berühmteste Aussichtspunkt im Park ist umgeben von einem Labyrinth an wild erodierten und farbenprächtigen Erosionslandschaften. Besonders atemberaubend ist der Sonnenaufgang. Die Gesteinsformationen werden Meter für Meter von der aufgehenden Sonne beleuchtet.

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Zabriskie Point

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Die Vielfalt des Wüstenlebens wird nirgendwo deutlicher als im 180 km langen „Tal des Todes“. So harmlos und schön sie an einigen Stellen sein mag, so gefährlich und unberechenbar ist die Wüste auch. Reiseführer und Folder in Motels raten dazu auf den bekannten Routen zu bleiben, gute Landkarten und reichlich Flüssigkeit (Tagesbedarf an 5l pro Person) bei sich zu haben. Ebenfalls ist es unumgänglich zu Beginn zu tanken, da Tankstellen in dieser Gegend rar sind. Wer absolut auf Nummer sicher gehen will, der legt sich ein sog. Snake kit für Erste Hilfe (bei Schlangenbissen) und eine Pinzette (zum Entfernen von Kakteenstacheln) zu. Zu unsrer Ausrüstung gehörte reichlich Wasser, Snacks und warme Kleidung. Denn der heißeste Punkt der Erde hat Nachts Minusgrade.

Im gesamten Nationalpark gibt´s mehrere Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten, die man mit dem Auto nacheinander anfährt. Ein Ort ist besser und faszinierender als der andere. Im Devil´s Cornfield präsentiert sich einem eine riesige Fläche mit Sträuchern, die einzeln auf Sand verteilt stehen.

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Devil´s Cornfield

Die Mesquite Flat Sand Dunes sind riesige Sanddünen aus Quarzsand, die bis zu 30 Meter hoch werden können. Direkt im Sand sieht man dann nicht nur menschliche Abdrücke. sondern auch viele Tierspuren.

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Mesquite Flat Sand Dunes

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Auf dem Weg zu unsren letzten Sehenswürdigkeiten stand plötzlich ein Kojote am Straßenrand und sah uns an. Das war ein irres Gefühl, obwohl natürlich schon jeder einmal einen Kojoten gesehen hat. Dennoch ist es irgendwie Wahnsinn, wenn er plötzlich vor einem in freier Wildbahn steht!

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Wie bereits erwähnt sind hier vereinzelt Touristen, dennoch ist die Wüste ein verlassener Ort, an dem man sich ruhig auf die Straße setzen kann :-).

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#lonelyroads

Das war unser Ausflug zum Death Valley National Park. Bevor es so richtig heiß wurde, haben wir uns dann auf den Weg zu unsrem vorletzten Roadtrip – Stop gemacht: Fresno. Eine 6 Stunden Autofahrt von Nevada nach Kalifornien stand uns noch bevor.

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Hier unsre Tipps für´s Death Valley:

  • Reichlich Wasser und Snacks einpacken
  • zuvor volltanken
  • feste Schuhe
  • warme Kleidung (Zwiebelschicht)
  • Sonnenschutz (Creme und evtl. Hut)
  • Sonnenbrille
  • bei jedem öffentlichen WC die Gelegenheit nutzen!

 

Wie unsre 6-Stunden-Autofahrt verlief und welch miserables Motel in Fresno auf uns wartete, sieht ihr im nächsten Post.

xx

eure Raphaela ❤

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Death Valley – Tag 10-11

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